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American Football: Starker Auftritt der Hauptstädter - Rebels vs. Lions

20187147 1626444167428358 157805929 oRebels vs. Lions - Foto Stephan Dannhaus

Der Heimsieg war zum greifen nahe am vergangenen Sonntagnachmittag. Zu Gast im Stadion Wilmersdorf bei den Berlin Rebels war der amtierende Euro Bowls-Sieger und Deutscher Meister, die Braunschweig New Yorker Lions. Genau dieses erwartete Spiel der Spitzenklasse lockte 1822 Zuschauer nach Wilmersdorf.

Bei bestem Footballwetter gingen die Charlottenburger mit wieder nahezu vollständigem Kader in die Partie. Noch im Hinspiel mussten die Rebellen auf ihre WR Nicolai Schumann und Alex Tounkara sowie Linebacker Kevin Kus und Baris Atakan verzichten. Auch die beiden Runningbacks Larry McCoy und Chris Smith fielen im Hinspiel gegen die Lions verletzt aus. Dieses Rückspiel sollte also unter einem anderen Stern stehen. Allem voran, weil auch auf Seiten der Braunschweiger, Spielmacher Casey Therriault verletzt ausfiel.

Der Kick Off in Berlin erfolgte pünktlich um 15:00 Uhr und die Lions wählten anstelle des Angriffsrechts die Secolnd Half Option und so begannen die Berlin Rebels als Receiving Team und schickten ihre Offense aufs Feld. Diese schaffte es spielend binnen zwei Spielzügen und einem 60 Yard Pass von QB James Harris auf WR Alexander Tounkara in die Endzone der Löwen und ging mit 06:00 in Führung (PAT nicht gut). Natürlich folgte die Antwort der Gäste prompt. Allerdings brauchten diese dann doch mehr als zwei Spielzüge für die Ersten Punkte. Herausragende Läufe des RB David McCants sowie Pässe von QB van Duijn auf Jan Hilgenfeldt und Nathaniel Morris brachten die Löwen in die Endzone der Gastgeber und zum ersten Mal an diesem Footballnachmittag in Führung (PAT Tobias Göbel 06:07). Und dann übernahm die Defense beider Teams das Zepter. Bis weit ins zweite Quarter hinein waren auf beiden Seiten keine Punkte zu holen. Fehler beider Offenses wurden gnadenlos ausgenutzt. So gab es zum Beispiel eine Interception der Lions und auch ein Fumble von RB Chris Smith konnte durch die Braunschweiger gecovert werden. Negativer Höhepunkt auf Seiten der Lions war die Ejection ihrer Nummer #5 Jonathon Rollins, der aufgrund von „Targeting“ (Helm an Helm Angriff) vom Platz gestellt wurde.

Kurz vor der Halbzeit wurde es noch einmal wild auf dem Spielfeld. Nachdem es die Löwen bis in die Redzone der Rebels geschafft hatten, gelang DB Gino Chongo (Rebels) die Interception und das Angriffsrecht wechselte. Eine denkbar schlechte Ausgangssituation für den rebellischen Angriff. James Harris musste den Pass aus der Endzone werfen und es war mit dem zu rechnen was nun folgte. DL Robert Kitching brachte Harris in der Endzone mit dem Ball zu Boden und schnappte sich so die zwei Punkte für einen Safety (06:09). Das Angriffsrecht wechselte wieder auf Seiten der Lions. Der Touchdown folgte kurz vor Ende des zweiten Quarters durch einen kurzen Pass von van Duijn auf Niklas Römer (06:15). Der folgende PAT Versuch von Kicker Tobias Göbel wurde von Rebels DE Rory Johnson geblockt und durch DB Gino Chongo aufgenommen und über 90 Yards zurück in die Lions Endzone getragen (Safety 08:15). Mit diesem knappen Ergebnis ging es für beide Teams in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging das Angriffsrecht wie gewählt an die Gäste aus Braunschweig. Allerdings geht es nicht weiter als bis zur 30 Yard Linie der Rebels. Hier bezwang die Berliner Defense die Niedersächsische Offense mit einem gesicherten Fumble. Das Angriffsrecht wechselte aber auch der Berliner Angriff lief sich an der Braunschweiger Defense fest. Zum Punt gezwungen wechselte das Angriffsrecht wieder nach Braunschweig. Nach beeindruckenden Läufen von RB David McCants war es ein erneuter Pass auf Niklas Römer der die Löwen ihre Führung auf 08:21 ausbauen lies. Auch dieser PAT wurde durch Rory Johnson geblockt und von Cornerback Phil Ruffin aufgenommen und zurück in die generische Endzone getragen. Durch Strafen wurden diese zwei Punkte allerdings nicht anerkannt.

Jetzt ging es ins vierte und letzte Viertel. Beide Defenses standen wie eine Mauer und zwangen den Gegner jeweils zum punten und es musste ein kleiner Fehler her um weitere Punkte zu machen. Und dieser kam. RB David McCants verliert den Ball, der durch die Rebels gesichert werden kann. Das Angriffsrecht wechselte und erneut erwies sich die Kombination Harris/ Tounkara als goldrichtig. Der Receiver fängt den Ball in der Lions Endzone und erhöht auf 14:21 (PAT geblockt). Damit war der Endstand des Spiels hergestellt. Der letzte Offense Drive der Hausherren endet bei einer verbelibenden Spielzeit von 1:31 durch einen Turn Over on Downs an der eigenen 20 und die Lions riskierten nichts mehr und gingen in die Victory Formation. Das worst case szenario für die Hauptstädter. Schlicht und ergreifend lief ihnen die Zeit davon und sie konnten nichts mehr tun.

Ein Spiel das an Spannung und Brisanz kaum zu übertreffen war und beiden Teams wirklich alles abverlangte. Die Rebels konnten hier einmal mehr zeigen wie stark sie sein können und wie viel in ihnen steckt. Für die Berliner geht es jetzt erstmal auf Deutschland Tour. In den kommenden Auswärtsspielen trifft das Team auf die Berlin Adler, Kiel Baltic Hurricanes, Dresden Monarchs und Hildesheim Invaders. Erst am 03. September 2017 laden die Berliner zum nächsten und letzten Heimspiel im Mommsenstadion ein.

www.berlin-rebels.de
#BeDifferent

20045652 1396625907040317 2992781536794481846 oTouchdown Rebels - Foto Christian Goßlar