Volleyball: BR Volleys sind alltagstauglich

  • Andreas Hilmer

Berlins Volleyballteam Nr. 1 bleibt in der Bundesliga ungeschlagen. Nach dem Champions League Highlight gegen Titelverteidiger Zenit Kazan zurück im Ligaalltag, gelang den BR Volleys am Samstagabend in der heimischen Max-Schmeling-Halle gegen Aufsteiger VC Dresden ein klarer 3:0 (25:12, 25:20, 25:17) Erfolg. Damit verteidigten die Hauptstädter ihren Vorsprung auf Vizemeister Generali Haching.


BR Volleys Coach Mark Lebedew vertraute weitgehend der Startformation aus dem Spiel gegen Kazan, bestehend aus Libero Martin Krystof, Zuspieler Kawika Shoji, Paul Carroll auf der Diagonalposition sowie Robert Kromm und Björn Höhne im Außenangriff. Im Mittelblock startete neben Tomas Kmet diesmal Ricardo Galandi.
Die Berliner wurden ihrer Favoritenrolle von Anfang an gerecht und gingen schnell in Führung. Zwar zeigten sich die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt motiviert, gegen die starken Angriffe und guten Blockaktionen der Hausherren konnten sie trotz allem nicht viel ausrichten. Robert Kromm und seine Teamkollegen bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und sicherten sich den ersten Satz schon nach 19 Minuten mit 25:12.
Der Beginn des zweiten Durchgangs verlief ausgeglichener. Während sich auf Berliner Seite einige Unkonzentriertheiten einschlichen, präsentierte sich Dresden kämpferischer und stabiler als noch im Auftaktsatz und erspielte sich erstmals einen kleinen Vorsprung. Die BR Volleys – bei denen Lebedew nun mehrere Wechsel vornahm – ließen sich jedoch vom jetzt selbstbewussteren Auftreten der Sachsen nicht beirren und dominierten ab der Mitte des Satzes erneut das Spielgeschehen. Zwei Satzbälle der Berliner konnte der VC Dresden noch abwehren, bevor Aleksandar Spirovski den Durchgang mit 25:20 beendete.
Im Schlussabschnitt bekamen die 3.067 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle erneut eine souveräne Vorstellung ihrer BR Volleys zu sehen. Den klaren 3:0 Sieg als Ziel vor Augen, zogen die Hauptstädter schnell davon. Die Gäste gaben allerdings nicht auf und kämpften sich zwischenzeitlich noch einmal bis auf einen Punkt heran. Doch auch in dieser Situation bewahrte der Deutsche Meister die nötige Ruhe und ließ dem Aufsteiger schließlich kaum noch Chancen zum Punkten. Somit ging auch Satz drei mit 25:17 deutlich an den Hauptstadtclub.

Dresdens Trainer Sven Dörendahl zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden: „Ich hätte mir einen engeren Spielverlauf gewünscht. Einige Teilerfolge haben wir trotzdem erreicht. Ich wollte, dass Mark Lebedew mindestens eine Auszeit nimmt, das hat er getan. In einigen Phasen haben wir gezeigt, dass wir bereit sind, den Kampf anzunehmen. Nur waren diese Phasen zu kurz. Wir hatten heute einfach zu viel Respekt.“
Auch sein Gegenüber Mark Lebedew betrachtete den Spielverlauf eher kritisch. „Das war ein schwieriges Spiel heute. Zwischen den Emotionen der Champions League am Mittwoch und dem Match am Dienstag in Russland war das keine einfache Situation für uns. Zwischendurch hat uns die Konzentration gefehlt, wir haben nicht so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Aber am Ende hat es gereicht“, resümierte der Australier.
Robert Kromm, der nach der Partie zum „Most Valuable Player“ ernannt wurde, weiß, welche Bedeutung das Ergebnis für die Mannschaft hat: „Das war ein wichtiger Sieg für uns, um die Tabellenführung hoffentlich auch am Ende der Normalrunde behaupten zu können. Auch ein solches Spiel muss erst mal gewonnen werden.“

(Quelle: Mitteilung der BERLIN RECYCLING Volleys, der Bundesligamannschaft des SCC BERLIN Volleyball)