Volleyball-CL: Gute Aussichten auf die Play-offs

  • Andreas Hilmer

Die BR Volleys bleiben in der CEV Champions League auf Kurs: Durch einen 3:0 (25:20, 25:23, 25:14) Heimerfolg über den türkischen Meister Arkas Izmir sind die Berliner ihrem erklärten Ziel, dem Einzug in die Play-offs der besten europäischen Vereine einen großen Schritt näher gekommen. 3.784 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen im fünften Champions-League-Spiel den vierten Erfolg ihres Teams.


Mit nunmehr zwölf Punkten hat der Deutsche Meister beste Aussichten als einer der fünf besten CL-Gruppenzweiten die Runde der Top 12 in Europa zu erreichen. Ungeschlagener Erster der Gruppe D ist Italiens Topteam Diatec Trentino, das am 18. Dezember zum Abschluss der Vorrunde nach Berlin kommt.

Nach einem 8:6-Zwischenstand im ersten Satz schaltete der Deutsche Meister, der das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden hatte, einen Gang höher. Mit präzisen Aufschlägen wurden die Gäste permanent unter Druck gesetzt. Das verringerte die Angriffsoptionen des Gegners, der ohne den einstigen Berliner Finnen Urpo Sivula (Sprunggelenksverletzung) antrat. Als taktisches Mittel gegen die bekannt blockstarken Gastgeber versuchte Izmir mit gefühlvollen Angriffen zum Erfolg zu kommen, was allerdings gegen die aufmerksame Abwehr der Hausherren nur selten zu Punkten führte. Auf der anderen Seite überzeugten die BR Volleys mit einem sehr variablen Angriffsspiel. Ob Paul Carroll (Diagonal), Kapitän Scott Touzinsky und Robert Kromm (beide Außen) oder Screcko Lisinac (Mitte) – alle punkteten regelmäßig von ihrer jeweiligen Position.

Im zweiten Durchgang konnte sich Arkas besser auf die variable Spielweise der Berliner einstellen und den bis dahin deutlichen Respekt ablegen. Offensichtlich im Gefühl, das Geschehen unter Kontrolle zu haben, gingen die BR Volleys nun nicht mehr ganz so konzentriert zu Werke und brauchten schließlich beim Stand von 24:21 drei Möglichkeiten, um den Satzgewinn zu vollenden. Danach war der Widerstand der Türken gebrochen. Der dritte Abschnitt endete mit 25:14 deutlich zugunsten der Gastgeber und besiegelte den angestrebten Dreisatzerfolg.

BR Volleys Manager Kaweh Niroomand sprach dennoch nicht von einem entspannten Volleyballabend: „So ganz leicht war es heute nicht. Wir brauchten die volle Konzentration. Als diese im zweiten Satz nicht mehr ganz vorhanden war und wir zeitweilig den Faden verloren, wurde es sofort eng. Und im dritten Durchgang hat Robert Kromm mit einer überragenden Aufschlag-Serie die Sache früh zum Erfolg geführt. Man muss auch  berücksichtigen, dass Izmir auf einige Leistungsträger verzichten musste.“

Was Tine Urnaut von Arkas Izmir bestätigte: „Wir haben vor zwei Tagen ein schweres Spiel 3:2 gegen Ziraat Ankara gewonnen und dabei unseren ersten Diagonalangreifer durch Verletzung eingebüßt. Und weil auch unser zweiter Angreifer auf dieser Position, Urpo Sivula, verletzt ist, hatten wir hier wenig Mittel. Trotzdem sind wir enttäuscht, denn wir haben heute einfach schlecht gespielt.“

Robert Kromm, mit 14 Zählern punktbester Berliner, warf einen schon einen Blick voraus auf das DVV-Pokal-Halbfinale gegen Generali Haching am Samstag (14. Dez um 19.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle): „Das wird uns auf jeden Fall mehr abverlangen, weil es gegen einen wohl stärkeren Gegner in einer Alles-oder-nichts-Konstellation um Weiterkommen oder Scheitern geht.“

 

(Quelle: aktuelle Mitteilung der BERLIN RECYCLING Volleys, der Bundesligamannschaft des SCC BERLIN Volleyball)