Volleyball: BR Volleys holen wichtige Punkte

  • Andreas Hilmer

Nur vier Tage nach dem erfolgreichen Auftakt gegen den TV Ingersoll Bühl gewannen die BR Volleys auch das zweite Topspiel des noch jungen Jahres gegen Generali Haching mit 3:0 (25:18, 26:24, 25:21). Mit dem wichtigen Auswärtssieg konnte der Deutsche Meister den Abstand auf das Bundesliga-Spitzentrio weiter verkürzen.


Vor 1.512 Zuschauern in einer ausverkauften Generali-Sportarena entwickelte sich vom ersten Ballwechsel an ein ausgeglichenes Spitzenspiel. Die Berliner Stammformation um Zuspieler Kawika Shoji, Diagonalangreifer Paul Carroll, die Mittelblocker Tomas Kmet und Srecko Lisinac, Kapitän Scott Touzinsky und Robert Kromm im Außenangriff sowie Libero Martin Krystof war von Beginn an hellwach und ließ die Gastgeber nicht zu ihrer variablen und druckvollen Spielweise finden. Stattdessen waren es die BR Volleys, die in der Mitte des Anfangssatzes auf das Tempo drückten und mit einer stabilen Annahme sowie viel Aufschlagdruck auf 19:13 enteilten. Dank einer konstanten Vorstellung verteidigte das Team von Trainer Mark Lebedew diesen Vorsprung bis zum 25:18.

Mit dem Satzgewinn im Rücken startete der Hauptstadtclub selbstbewusst in den zweiten Durchgang und zog sofort auf 5:2 davon. Die Gastgeber ließen sich aber nicht beirren, kämpften sich mit der Unterstützung des Publikums zurück ins Spiel und gingen mit einer 8:7-Führung in die erste Technische Auszeit. Von nun an entwickelte sich ein umkämpftes Match, in dem beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Keiner der beiden Kontrahenten konnte sich entscheidend absetzen, bis Paul Carroll in der Verlängerung den Durchgang mit 26:24 erfolgreich für Berlin beendete.

Auch im dritten Satz legte der Deutsche Meister den besseren Start hin und erspielte sich einen 8:4-Vorsprung. Eine Aufschlagserie des Hachinger Diagonalangreifers Marien Moreau egalisierte den Spielstand jedoch und schien die Wende zugunsten das amtierenden Pokalsiegers zu bringen, der bei der zweiten Technischen Auszeit 16:13 führte. Nun war es eine Aufschlagserie von Tomas Kmet, die das Blatt abermals wendete und die BR Volleys bei 17:16 zurück auf die Siegerstraße brachte, welche die Berliner bis zum 25:21-Satzerfolg und 3:0-Matchgewinn nicht mehr verließen.

„Mir war von Beginn an klar, dass dies ein heißes Spiel werden wird. Beide Teams haben um jeden Ball gekämpft und es war wirklich ein tolles Match“, gab BR Volleys Trainer Mark Lebedew nach dem Spiel zu Protokoll. „Wir sind in der Bundesliga auf einem guten Weg und konnten unseren Rückstand auf die Spitzengruppe weiter verkürzen. Jetzt müssen wir uns aber auf das schwierige Champions-League-Match gegen Zenit Kazan konzentrieren“, so der Australier gegenüber DVL-live.tv.

Am kommenden Donnerstag (16. Jan um 19:30 Uhr) empfangen die BR Volleys in der Play-off-Runde der besten zwölf Mannschaften der CEV Champions League das russische Starensemble in der heimischen Max-Schmeling-Halle und wollen dem haushohen Favoriten wie schon im Vorjahr mit der Unterstützung der Berliner Fans selbstbewusst die Stirn bieten.