BR Volleys: Premiere im Volleyballtempel

Der intensive Spielplan der letzten Wochen setzt sich fort, auch am ersten Adventswochenende kommen die BR Volleys nicht zur Ruhe: Kaum ist das Team vom Auswärtsmatch gegen Rottenburg zurückgekehrt, wartet am Samstag (29. Nov um 18.30 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle gegen den starken Neuling SVG Lüneburg schon die nächste Bundesligapartie auf den Deutschen Meister.

2014-11-28Die BR Volleys freuen sich auf das Heimspiel gegen die SVG Lüneburg. Foto: Eckhard Herfet

„Wir haben in den letzten beiden Spielen gezeigt, dass wir eine gute Form haben und möchten diese gegen Lüneburg natürlich gern bestätigen", zeigt sich BR Volleys Coach Mark Lebedew mit den jüngsten Leistungen seiner Schützlinge zufrieden und erklärt: „Es zeigt sich, wie stark unser Kader in der Breite ist. Wir können immer wieder Spieler schonen, wie gegen Rottenburg zum Beispiel Tomas Kmet und Robert Kromm. Das kommt uns bei dem engen Zeitplan momentan zugute", so der Australier.

Die SVG Lüneburg wagt in dieser Saison – nach zuvor drei Zweitliga-Vizemeisterschaften in Serie – erstmals das Abenteuer „Volleyball Bundesliga" und schlägt sich hier bisher mit Bravour: Gleich im Auftaktspiel feierte der Liganeuling gegen CV Mitteldeutschland seinen ersten Sieg, es folgten weitere Erfolge gegen Herrsching, Coburg und zuletzt Dresden, sowie knappe Fünfsatz-Niederlagen gegen die Netzhoppers KW-Bestensee und den TV Rottenburg. Mark Lebedew ist vom Auftreten des Aufsteigers beeindruckt: „Lüneburg hat sich in der Bundesliga gut eingefunden, die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen. Einen solch erfolgreichen Einstand hat man von einem Neuling selten erlebt."

Auch am Samstag erwartet der Berliner Cheftrainer eine starke Lüneburger Mannschaft: „Das Team hat seine Erstligatauglichkeit schon unter Beweis gestellt und kann frei aufspielen, weil es nichts zu verlieren hat." Die Mischung im SVG-Team stimmt, neben altbewährten Kräften wurde der Kader für den Start in der Eliteliga gezielt verstärkt. „Ein Teil der Mannschaft verfügt über Bundesliga-Erfahrung und mit Scott Michael Kevorken, der mehrfacher US-College-Meister ist, hat man einen sehr guten Mittelblocker verpflichtet", erläutert Lebedew. Trainiert werden die Niedersachsen vom 245-fachen Nationalspieler Stefan Hübner, der mit der deutschen Nationalmannschaft als Co-Trainer im September die Bronzemedaille bei der WM in Polen gewann. „Stefan bringt sehr viel Erfahrung mit und ist jemand, der sich von Größe nicht beeindrucken lässt. Genau das wird er seinen Spielern auch vermitteln", glaubt Lebedew und erklärt: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, Lüneburg zu unterschätzen." Trotzdem blickt der Coach der morgigen Partie zuversichtlich entgegen: „Nachdem wir gestern einen freien Tag hatten, werden alle Spieler heiß in das Heimspiel gehen. Wir wollen unseren Fans eine gute Vorstellung liefern und möglichst drei Punkte in Berlin behalten."