Volleyball: Standesgemäßer Heimerfolg

  • Andreas Hilmer

Drei weitere Tabellenpunkte sind gesichert: Nach dem 3:0 gegen Evivo Düren am Montag dominierten die BR Volleys auch am Donnerstag gegen die VSG Coburg/Grub das Spielgeschehen und setzten sich gegen den Bundesliganeuling vor 2.231 Zuschauern souverän mit 3:0 (25:18, 25:21, 25:19) durch. Am Sonntag (02. Feb um 16 Uhr) findet die „Heimspielwoche im Volleyballtempel“ mit dem Duell gegen Spitzenreiter VfB Friedrichshafen ihren Schluss- und Höhepunkt.



BR Volleys Coach Mark Lebedew gönnte gegen den Aufsteiger aus Coburg einigen seiner Stammspieler eine kleine Auszeit und ließ Aleksandar Spirovski auf Diagonal, Scott Touzinsky und Roko Sikiric im Außenangriff, Srecko Lisinac und Florian Hecht im Mittelblock, Kawika Shoji im Zuspiel und Martin Krystof als Libero in die Partie starten. Die Gäste gingen ohne Druck in die Partie, spielten von Beginn an befreit auf und zeigten sich hochmotiviert. Anstatt einer schnellen Führung des favorisierten Gastgebers sah das Publikum in der Max-Schmeling-Halle zunächst einen ausgeglichenen Spielverlauf (3:3, 8:8). Erst ab dem Stand von 13:11 erarbeiteten sich die Hauptstädter, angeführt von Touzinsky und Lisinac, die für wichtige Punkte sorgten, eine kleine Führung, die sie in der Folgezeit kontinuierlich ausbauten. Am Ende machte Sikiric mit einem starken Aufschlag den entscheidenden Punkt zum 25:18.

Im zweiten Satz überraschten zunächst die Coburger, indem sie sich sofort absetzten (1:4). Auf Berliner Seite schlichen sich Fehler ein, worauf Lebedew reagierte und seine erste Auszeit nahm (2:6). Diese zeigte jedoch nicht die gewünschte Wirkung, durch ein Ass gingen die Gäste schließlich mit fünf Punkten Vorsprung in die erste technische Auszeit (3:8). Während die Schützlinge von Coburg-Trainer Milan Maric um jeden Ball kämpften und regelmäßig punkteten, mangelte es den Hauptstädtern in dieser Phase an Durchsetzungskraft. Erst Mitte des Satzes erwachte das BR Volleys Team aus seiner Trance und kämpfte sich vor allem dank guter Serviceaktionen Punkt für Punkt zurück (11:15, 14:16, 17:17). Beim Stand von 19:18 leuchtete erstmals eine Berliner Führung von der Anzeigetafel. Zwar versuchten die Franken weiterhin Anschluss zu halten, doch jetzt spielte der Meister seine ganze Routine aus und zog bis zum 25:21 durch Felix Fischer unaufhaltsam davon.

Der restliche Spielverlauf ähnelte stark dem des ersten Durchgangs. Coburg ließ sich nach der erfolgreichen Aufholjagd der Berliner zwar nicht entmutigen, konnte aber nur noch anfangs mithalten (3:3, 5:5). In der Folgezeit waren die BR Volleys nicht mehr zu bremsen (12:7, 18:13, 23:17) und feierten am Ende einen ungefährdeten 25:19-Satzgewinn.


 

„Dieser 3:0-Sieg war sehr wichtig für uns. Nachdem wir uns auch gegen Düren durchsetzen konnten, können wir jetzt mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung für Friedrichshafen gehen“, sagte MVP Aleksandar Spirovski nach der Partie. Zur Schwächephase im zweiten Durchgang meinte der Serbe: „In diesem Spielabschnitt haben sich leider zu viele Annahmeprobleme eingeschlichen. Coburg hat plötzlich schnell und druckvoll aufgeschlagen, das haben wir eine Weile nicht unter Kontrolle bekommen. Zum Glück konnten wir uns noch rechtzeitig herankämpfen.“

Coburgs Trainer Milan Maric zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden: „Nachdem zuletzt einige unserer Spieler verletzt waren, geht es mittlerweile wieder voran, wie man im zweiten Satz gesehen hat. Da haben wir vollen Kampfgeist gezeigt und ohne Angst gespielt. Am Ende haben sich dann leider drei, vier einfache Fehler eingeschlichen, durch die wir den Durchgang verloren haben. Aber dass Berlin sich trotz des zwischenzeitlichen Rückstands durchsetzen konnte, macht letztendlich die Qualität des Teams aus.“

BR Volleys Kapitän Scott Touzinsky ist froh über den zweiten Sieg in dieser Woche, weiß aber auch, dass die größte Herausforderung noch wartet: „Entscheidend ist, dass wir sechs Punkte aus den Spielen gegen Düren und Coburg mitnehmen konnten. Für Sonntag sagen diese Partien aber nicht viel aus, denn wir haben mit verschiedenen Startformationen experimentiert, die gegen Friedrichshafen so wohl nicht zustande kommen werden. Das Match gegen den VfB wird auf einem ganz anderen Niveau stattfinden.“

 

(Quelle: aktuelle Mitteilung der BERLIN RECYCLING Volleys, der Bundesligamannschaft des SCC BERLIN Volleyball)